Der Werdende-Eltern-Test

(Auszug)

Die Nachricht einer Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt eines Kindes sind für werdende Mütter und Väter emotionale und logistische Herausforderungen und am besten in beidseitigem Verständnis und Vertrauen zu bewältigen. So weit die Theorie.
Die Praxis ist, dass wir von Zweifeln geplagt werden, nicht wissen, wie die Zukunft aussehen wird, und dass alle Modelle, die es rundherum so gibt und an denen wir uns mehr oder weniger gern orientieren würden, einfach so gar nichts mit unserem Leben zu tun haben. Sie sind schlichtweg nicht für uns gemacht. Wir müssen unser eigenes Modell finden. Doch wie geht das? Wie sieht das aus?
Väter geraten angesichts solcher Fragen leicht in den Verdacht zu wenig präsent, zu wenig verständnisvoll, zu wenig – naja, Mutter zu sein. Möglicherweise sogar zu Recht. Wer schafft es schon, an zwei Orten gleichzeitig zu sein? Wo ist der Mann mit den Superkräften? Wir können es ja auch, denken die Frauen, wir müssen es, sollen es, also können wir es auch. Reden wir demnach nicht mehr darüber? Nein? Doch? Reden wir doch darüber!
Es geht sich nicht aus, sagen wir es ganz offen. Es kann sich gar nicht ausgehen. Es wird sich nicht ausgehen. Was wir wollen? Uns auf unser Leben mit Kind freuen. Ist doch eigentlich ganz einfach. Und die anderen schaffen es doch auch irgendwie.
Nun. In dieser vertrackten Situation nicht die Nerven zu verlieren, ist keine leichte Sache. Wenn dann noch gut gemeinte Ratschläge kommen wie: »Augen auf bei der Berufs- und Partnerwahl« oder »Das hätte man sich vorher überlegen müssen…« naja, dann kann einem schon der Kragen platzen.
Verständnislosigkeit auf der einen Seite, Ratlosigkeit auf der anderen.
Und dann der rettende Gedanke: »Heureka!«, rufen wir, »ich muss ja nur meine Superkräfte aktivieren, dann lösen sich alle Probleme von selbst.«
Ach, wir haben keine Superkräfte… nun ja, also, was machen wir dann?
Ich schlage vor, dass wir uns dem sogenannten »Test für werdende Eltern« unterziehen. Er besteht aus einem Fragenkatalog aus zwanzig Fragen, und nur, wenn wir für jede Frage aus tiefster Überzeugung eine ehrliche Antwort geben können, sind wir auf das Abenteuer Elternschaft ausreichend vorbereitet. Hier die ersten zehn:

Frage 1) Warum haben Sie sich entschieden, ein Kind zu bekommen?
Frage 2) Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft mit Ihrem Kind vor?
Frage 3) Was löst das Wort »Familie« bei Ihnen emotional aus?
Frage 4) Was löst das Wort »Abhängigkeit« bei Ihnen emotional aus?
Frage 5) Haben Sie Ihre nervliche Belastbarkeit ausreichend in verschiedenen Lebenssituationen erprobt?
Frage 6) Wie finden Sie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren?
Frage 7) Sind Sie eher optimistisch oder pessimistisch?
Frage 8) Planen Sie lieber oder lassen Sie die Dinge auf sich zukommen?
Frage 9) Halten Sie die Sorgen und Zweifel Ihres Partners/Ihrer Partnerin im Allgemeinen für berechtigt oder für Hysterie?
Frage 10) Haben Sie einen gefestigten Sinn für Humor?

Den vollständigen Test und die Auswertung finden Sie in meinem eBook. So viel sei verraten: Sie haben wahrscheinlich bestanden. Es sei denn, Sie haben die erste Frage mit »weiß ich nicht« oder »hatte gerade nichts Besseres zu tun« beantwortet. Dann sind Sie leider noch nicht bereit für das Leben als Eltern. Ansonsten: Always look on the bright side of life!

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